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Bericht über die 2-Tagestour von Kelheim nach Neumarkt vom 20.-21.06.09
 

Mountainbiketour entlang des Jurasteigs

Ein paar Tage vor der Tour meldete der Wetterbericht fürs Wochenende ziemlich ungünstiges Wetter. Doch siehe da, es war einfach klasse. Wir hatten mal wieder Glück! Die Gewitterwolken waren entweder hinter oder seitlich von uns!
Zu fünft machten wir uns auf, den Jurasteig, ein ausgezeichneter Qualitätswanderweg, mit dem Mountainbike zu befahren.
Man kann den Jurasteig komplett in drei Tagen fahren, doch für uns Biker fand ich die Strecke von Kehlheim nach Neumarkt am interessantesten. Vor allem ist die Anreise mit dem Zug bis Saal a.d.Donau und dann die Heimfahrt von Neumarkt ideal.
In Kelheim hatten wir zuerst einen steilen Anstieg auf die Hänge der Donau, dann schmale Pfade, Wald- und Wiesenwege mit wunderschönen Ausblicken auf die Donau bis Poikam.
In Kapfelberg musste Sigi mit seinem schweren Rucksack unbedingt eine steile Treppe fahren und stürzte so dermaßen, dass wir dachten jetzt ist alles gebrochen. Doch wie durch ein Wunder kam er mit Abschürfungen davon. Im Laufe des Tages machte ihm aber dann doch eine Prellung am Knie zu schaffen, so dass er sich in Bad Abbach leider verabschieden musste.
Nach der Überquerung der Donau bei Poikam erwarteten uns an den Hängen von Bad Abbach noch Trails vom Feinsten.
Auf sehr abwechslungsreichen Abschnitten und sogar mit einer Überfahrt auf der Donau im Kahn fuhren Astrid Locke, Hans Dafner, Stefan Beer und ich dann weiter Richtung Schönhofen. Kurz vorher machten wir noch ausgiebig Pause im Biergarten.
Landschaftlich wunderschön folgten wir für ein kurzes Stück schiebenderweise dem Alpinensteig, ein Naturschutzgebiet in dem Radfahren verboten ist. Ab dem Naturfreundehaus in Schönhofen ging es dann aber wieder weiter durch halboffene Hecken- und Wiesenlandschaften, schmalen Waldpfaden mit herrlichen Blicken aufs Naabtal bis Kallmünz. Ich kenne keine andere Tour in der Oberpfalz mit vergleichbaren, kilometerlangen Singletrails!
In Kallmünz wurde Stefan bereits von seiner Freundin mit einer Flasche Sekt erwartet. Mitten auf der Brücke stießen wir auf seinen Geburtstag an! Anschließend kehrten wir noch in einer Zoiglstube zum Abendessen ein. Den Abend verbrachten wir mit Schlauchflicken in der Küche unserer Zimmervermieterin!
Am nächsten Morgen rollten wir uns auf dem Vilsradweg bis Schmidmühlen ein. Von hier aus ging es dann wieder in einem stetigen Auf und Ab an den Hängen des Lauterachtales durch die Landschaften des Juras. Im Biergarten des Gasthofes Hammermühle genossen wir noch die hervorragenden Kuchen. Von Hohenburg bis Habsberg erwarteten uns blühende Hochflächen und lichte, orchideenreiche Kiefernwälder.
Ab Habsberg, dem höchsten Punkt des Jurasteiges rollten wir auf Schotterwegen über weitläufige Hochflächen, durchquerten den Sumpfwald Deusmauer Moor bei Weikenhammer, verließen bei der Wallfahrtskirche Lengenbach den Jurasteig und erreichten am späten Nachmittag Neumarkt.
Zufälligerweise fand dort das Altstadtfest statt und wir mischten uns auf einen Kaffee ins Getümmel.
Um 18 Uhr fuhr unser Zug nach Weiden ab.

Samstag 78 km/1700 Hm, Sonntag 83 km ca. 1300 Hm

Bilder sind unter folgendem Link zu finden: >>> zu den Bildern <<<

Autor: Renate Löw, Juni 2009
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