| Mountainbiketour
entlang des Jurasteigs
Ein paar Tage vor der Tour meldete
der Wetterbericht fürs Wochenende ziemlich ungünstiges
Wetter. Doch siehe da, es war einfach klasse. Wir hatten mal
wieder Glück! Die Gewitterwolken waren entweder hinter
oder seitlich von uns!
Zu fünft machten wir uns auf, den Jurasteig, ein ausgezeichneter
Qualitätswanderweg, mit dem Mountainbike zu befahren.
Man kann den Jurasteig komplett in drei Tagen fahren, doch
für uns Biker fand ich die Strecke von Kehlheim nach
Neumarkt am interessantesten. Vor allem ist die Anreise mit
dem Zug bis Saal a.d.Donau und dann die Heimfahrt von Neumarkt
ideal.
In Kelheim hatten wir zuerst einen steilen Anstieg auf die
Hänge der Donau, dann schmale Pfade, Wald- und Wiesenwege
mit wunderschönen Ausblicken auf die Donau bis Poikam.
In Kapfelberg musste Sigi mit seinem schweren Rucksack unbedingt
eine steile Treppe fahren und stürzte so dermaßen,
dass wir dachten jetzt ist alles gebrochen. Doch wie durch
ein Wunder kam er mit Abschürfungen davon. Im Laufe des
Tages machte ihm aber dann doch eine Prellung am Knie zu schaffen,
so dass er sich in Bad Abbach leider verabschieden musste.
Nach der Überquerung der Donau bei Poikam erwarteten
uns an den Hängen von Bad Abbach noch Trails vom Feinsten.
Auf sehr abwechslungsreichen Abschnitten und sogar mit einer
Überfahrt auf der Donau im Kahn fuhren Astrid Locke,
Hans Dafner, Stefan Beer und ich dann weiter Richtung Schönhofen.
Kurz vorher machten wir noch ausgiebig Pause im Biergarten.
Landschaftlich wunderschön folgten wir für ein kurzes
Stück schiebenderweise dem Alpinensteig, ein Naturschutzgebiet
in dem Radfahren verboten ist. Ab dem Naturfreundehaus in
Schönhofen ging es dann aber wieder weiter durch halboffene
Hecken- und Wiesenlandschaften, schmalen Waldpfaden mit herrlichen
Blicken aufs Naabtal bis Kallmünz. Ich kenne keine andere
Tour in der Oberpfalz mit vergleichbaren, kilometerlangen
Singletrails!
In Kallmünz wurde Stefan bereits von seiner Freundin
mit einer Flasche Sekt erwartet. Mitten auf der Brücke
stießen wir auf seinen Geburtstag an! Anschließend
kehrten wir noch in einer Zoiglstube zum Abendessen ein. Den
Abend verbrachten wir mit Schlauchflicken in der Küche
unserer Zimmervermieterin!
Am nächsten Morgen rollten wir uns auf dem Vilsradweg
bis Schmidmühlen ein. Von hier aus ging es dann wieder
in einem stetigen Auf und Ab an den Hängen des Lauterachtales
durch die Landschaften des Juras. Im Biergarten des Gasthofes
Hammermühle genossen wir noch die hervorragenden Kuchen.
Von Hohenburg bis Habsberg erwarteten uns blühende Hochflächen
und lichte, orchideenreiche Kiefernwälder.
Ab Habsberg, dem höchsten Punkt des Jurasteiges rollten
wir auf Schotterwegen über weitläufige Hochflächen,
durchquerten den Sumpfwald Deusmauer Moor bei Weikenhammer,
verließen bei der Wallfahrtskirche Lengenbach den Jurasteig
und erreichten am späten Nachmittag Neumarkt.
Zufälligerweise fand dort das Altstadtfest statt und
wir mischten uns auf einen Kaffee ins Getümmel.
Um 18 Uhr fuhr unser Zug nach Weiden ab.
Samstag 78 km/1700 Hm, Sonntag
83 km ca. 1300 Hm
Bilder sind unter folgendem Link zu finden:
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