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Bericht zur 2 Tages-Mountainbike Tour durch die Fränkische Schweiz am 12. und 13. Juni 2010
 

1. Tag: Hersbruck-Pegnitz

5 Biker der Sektion starteten Samstagmorgen in Hersbruck zu einer Mountainbiketour der genialen Sorte. Wer die „Fränkische“ kennt, weiß was da auf einen zukommt!

Am ersten Tag folgten wir den Spuren des „Fränkischen Gebirgsweg“, eines zertifizierten Weitwanderweges, der seinen Anfang in Issigau ganz im Norden Frankens hat und 425 km durch den Frankenwald, Fichtelgebirge, Steinwald und Fränkische Schweiz führt.
Nachdem ich den Abschnitt Hersbruck-Pegnitz-Bayreuth vor 2 Jahren schon mal mit anderen Kumpels abgefahren bin und voll begeistert war, beschloss ich, für die Sektion den ersten Abschnitt anzubieten.

Dany und Mark Reinig, Wolfgang Forster, Thomas Wild und ich starteten also in Hersbruck. Gleich zu Anfang ging es steil vom Pegnitztal hinauf und mit insgesamt 3 langen und heftigen Anstiegen über Kleedorf, Kirchensittenbach hoch zur Ruine Hohenstein. Hier gönnten wir uns erst mal eine Stärkung!
Die Fränkische besteht gerade im südlichen Teil ja nur aus Buckeln. Natürlich muss man über jeden drüber, was eigentlich den ganzen Tag bedeutet: entweder sind die Auffahrten lang und hart oder kurz und hart. An diesem Tag waren die technischen Schwierigkeiten nicht zu anspruchsvoll, dafür aber im Konditionsbereich um so mehr. Nichtsdestotrotz hatten wir superschöne Abschnitte in den Abfahrten dabei.
Da wir ja beim Alpenverein sind, darf natürlich der Felskontakt nicht fehlen und so beinhaltete die Tour auch das Tragen der Bikes über den Eibgrat bei Spiess.
Da soll noch mal jemand sagen, die Radler bekommen nichts von der Gegend mit, weil sie so schnell durchs Land düsen. Stimmt nicht! Die Fränkische bot uns an diesem Wochenende auch viel fürs Auge, z.B. Weizenfelder übersät mit Mohnblumen, drei verschiedene Sorten Orchideen, das Naturdenkmal „Judenfriedhof“ bei Plech und wunderschöne Talauen. Unser „Tourfotograf“ Wolfgang wurde zum Glück nicht müde immer wieder anzuhalten und Fotos zu machen. Sie können auf der Homepage der Sektion angeschaut werden.
Kurz vor Pegnitz hatte Dany dann unglücklicherweise noch einen kapitalen Schaden am Schaltauge und an der Kette. Doch wiederum war Wolfgang äußerst wertvoll für uns, denn er hatte zufällig Ersatzteile dabei die passten und konnte auch noch alles innerhalb kürzester Zeit reparieren!
Am Bahnhof von Pegnitz verabschiedeten sich Dany und sein Sohn. Sie konnten sofort in den Zug nach Weiden einsteigen! Perfektes Timing!
Wir anderen übernachteten in Pegnitz in einem kleinen Hotel mit sehr gutem Essen.

2. Tag: Pegnitz-Forchheim

Am nächsten Morgen holten wir Astrid Locke vom Bahnhof ab und begannen den zweiten Tag unserer Tour. Diesmal fuhren wir nur zu einem kleinen Teil auf dem Gebirgsweg. Im Laufe der Jahre lernte ich verschiedene Abschnitte in diesem Gebiet kennen und fügte sie für den Alpenverein zu einer Tagestour zusammen. Ein Bikeheft stellte vor Jahren die schönsten Mountainbiketouren Deutschlands vor, unter anderem auch Touren in der Fränkischen.
Davon befuhren wir zwei Teilabschnitte und zwar einen bei Pegnitz und den anderen bei Muggendorf.
Zu Beginn mussten wir wie bereits am Tag zuvor erst mal wieder steil aus dem Pegnitztal heraus. Doch dann begann der wahre Genuss: es erwarteten uns die ersten kilometerlangen Singletrails vom Feinsten. Meistens halbe Meter breite Pfade, rauf und runter, über Stock und Stein und durch Felsen schlängelnd, führte uns der Weg bis ins Obere Püttlachtal. Bis Püttlach und weiter zum Hohenmirsberger Aussichtsturm stellte der landschaftlich sehr reizvolle Weg keine großen Ansprüche an unser technisches Können. Nach Hohenmirsberg folgte dann der zweite geniale Pfad. Durch Zufall zeigten mir vor ein paar Jahren einheimische Biker den Trail, der nirgends in einer Karte eingezeichnet ist. Und wieder kilometerlange schmale Pfade, oft leicht bergab schlängelnd zwischen Bäumen hindurchführend. Ein Genuss!
Und zum Abschluß der Etappe kam dann noch die Abfahrt ins Ailsbachtal mit teils anspruchsvollen Abschnitten und einem Felsendurchbruch, das Schneiderloch.
Bis zum ersten empfehlenswerten Biergarten in Oberailsfeld, nämlich dem Gasthaus Heldbräu, fährt man immer am Uferpfad des Ailsbaches entlang. Auch hier kommt man an einem Felsdurchbruch, dem Schlupflochfelsen, vorbei.
Bis Behringersmühle folgten wir weiterhin bergauf, bergab dem Bach und meisterten noch die lange Auffahrt nach Moritz.
Im einzigen Wirtshaus mit Biergarten (empfehlenswert!) machten wir Mittag, um Kraft aufzutanken für die nächste hervorragende Etappe.
Und wieder ging es über felsendurchsetzte Pfade nach Engelhardsberg und zur Oswaldhöhle. Hier erreichten wir einen weiteren Höhepunkt des Tages. Der Wanderweg führt nämlich durch die stockdunkle Höhle!
Bis Streitberg befuhren wir weiterhin geniale, technische Abschnitte in den Abfahrten, immer wieder anstrengende, steile, kurze oder lange Anstiege. Ab und zu luden uns Aussichtspunkte hoch über dem Wiesenttal ein, die schöne Landschaft zu genießen.
In Streitberg lockte uns der nächste schöne Biergarten und nach Kaffee und Kuchen beschlossen wir den einfacheren Weg nach Forchheim zu wählen. Auf der Strecke des Wiesenttalradweges spulten wir die letzten Kilometer im Tal ab, passierten den Walberla und erreichten abends um 18 Uhr den Bahnhof. Und wieder hatten wir das Glück, nicht lange auf den Zug warten zu müssen.

Falls jemand die Tour nachfahren möchte, die GPS Daten und Bilder sind auf der Homepage der Sektion unter der Rubrik Mountainbikegruppe zu finden.


Autor: Renate Löw 2010
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