| 1. Tag: Hersbruck-Pegnitz
5 Biker der Sektion starteten Samstagmorgen
in Hersbruck zu einer Mountainbiketour der genialen Sorte.
Wer die „Fränkische“ kennt, weiß was
da auf einen zukommt!
Am ersten Tag folgten wir den Spuren des „Fränkischen
Gebirgsweg“, eines zertifizierten Weitwanderweges, der
seinen Anfang in Issigau ganz im Norden Frankens hat und 425
km durch den Frankenwald, Fichtelgebirge, Steinwald und Fränkische
Schweiz führt.
Nachdem ich den Abschnitt Hersbruck-Pegnitz-Bayreuth vor 2
Jahren schon mal mit anderen Kumpels abgefahren bin und voll
begeistert war, beschloss ich, für die Sektion den ersten
Abschnitt anzubieten.
Dany und Mark Reinig, Wolfgang Forster, Thomas
Wild und ich starteten also in Hersbruck. Gleich zu Anfang
ging es steil vom Pegnitztal hinauf und mit insgesamt 3 langen
und heftigen Anstiegen über Kleedorf, Kirchensittenbach
hoch zur Ruine Hohenstein. Hier gönnten wir uns erst
mal eine Stärkung!
Die Fränkische besteht gerade im südlichen Teil
ja nur aus Buckeln. Natürlich muss man über jeden
drüber, was eigentlich den ganzen Tag bedeutet: entweder
sind die Auffahrten lang und hart oder kurz und hart. An diesem
Tag waren die technischen Schwierigkeiten nicht zu anspruchsvoll,
dafür aber im Konditionsbereich um so mehr. Nichtsdestotrotz
hatten wir superschöne Abschnitte in den Abfahrten dabei.
Da wir ja beim Alpenverein sind, darf natürlich der Felskontakt
nicht fehlen und so beinhaltete die Tour auch das Tragen der
Bikes über den Eibgrat bei Spiess.
Da soll noch mal jemand sagen, die Radler bekommen nichts
von der Gegend mit, weil sie so schnell durchs Land düsen.
Stimmt nicht! Die Fränkische bot uns an diesem Wochenende
auch viel fürs Auge, z.B. Weizenfelder übersät
mit Mohnblumen, drei verschiedene Sorten Orchideen, das Naturdenkmal
„Judenfriedhof“ bei Plech und wunderschöne
Talauen. Unser „Tourfotograf“ Wolfgang wurde zum
Glück nicht müde immer wieder anzuhalten und Fotos
zu machen. Sie können auf der Homepage der Sektion angeschaut
werden.
Kurz vor Pegnitz hatte Dany dann unglücklicherweise noch
einen kapitalen Schaden am Schaltauge und an der Kette. Doch
wiederum war Wolfgang äußerst wertvoll für
uns, denn er hatte zufällig Ersatzteile dabei die passten
und konnte auch noch alles innerhalb kürzester Zeit reparieren!
Am Bahnhof von Pegnitz verabschiedeten sich Dany und sein
Sohn. Sie konnten sofort in den Zug nach Weiden einsteigen!
Perfektes Timing!
Wir anderen übernachteten in Pegnitz in einem kleinen
Hotel mit sehr gutem Essen.
2. Tag: Pegnitz-Forchheim
Am nächsten Morgen holten wir Astrid
Locke vom Bahnhof ab und begannen den zweiten Tag unserer
Tour. Diesmal fuhren wir nur zu einem kleinen Teil auf dem
Gebirgsweg. Im Laufe der Jahre lernte ich verschiedene Abschnitte
in diesem Gebiet kennen und fügte sie für den Alpenverein
zu einer Tagestour zusammen. Ein Bikeheft stellte vor Jahren
die schönsten Mountainbiketouren Deutschlands vor, unter
anderem auch Touren in der Fränkischen.
Davon befuhren wir zwei Teilabschnitte und zwar einen bei
Pegnitz und den anderen bei Muggendorf.
Zu Beginn mussten wir wie bereits am Tag zuvor erst mal wieder
steil aus dem Pegnitztal heraus. Doch dann begann der wahre
Genuss: es erwarteten uns die ersten kilometerlangen Singletrails
vom Feinsten. Meistens halbe Meter breite Pfade, rauf und
runter, über Stock und Stein und durch Felsen schlängelnd,
führte uns der Weg bis ins Obere Püttlachtal. Bis
Püttlach und weiter zum Hohenmirsberger Aussichtsturm
stellte der landschaftlich sehr reizvolle Weg keine großen
Ansprüche an unser technisches Können. Nach Hohenmirsberg
folgte dann der zweite geniale Pfad. Durch Zufall zeigten
mir vor ein paar Jahren einheimische Biker den Trail, der
nirgends in einer Karte eingezeichnet ist. Und wieder kilometerlange
schmale Pfade, oft leicht bergab schlängelnd zwischen
Bäumen hindurchführend. Ein Genuss!
Und zum Abschluß der Etappe kam dann noch die Abfahrt
ins Ailsbachtal mit teils anspruchsvollen Abschnitten und
einem Felsendurchbruch, das Schneiderloch.
Bis zum ersten empfehlenswerten Biergarten in Oberailsfeld,
nämlich dem Gasthaus Heldbräu, fährt man immer
am Uferpfad des Ailsbaches entlang. Auch hier kommt man an
einem Felsdurchbruch, dem Schlupflochfelsen, vorbei.
Bis Behringersmühle folgten wir weiterhin bergauf, bergab
dem Bach und meisterten noch die lange Auffahrt nach Moritz.
Im einzigen Wirtshaus mit Biergarten (empfehlenswert!) machten
wir Mittag, um Kraft aufzutanken für die nächste
hervorragende Etappe.
Und wieder ging es über felsendurchsetzte Pfade nach
Engelhardsberg und zur Oswaldhöhle. Hier erreichten wir
einen weiteren Höhepunkt des Tages. Der Wanderweg führt
nämlich durch die stockdunkle Höhle!
Bis Streitberg befuhren wir weiterhin geniale, technische
Abschnitte in den Abfahrten, immer wieder anstrengende, steile,
kurze oder lange Anstiege. Ab und zu luden uns Aussichtspunkte
hoch über dem Wiesenttal ein, die schöne Landschaft
zu genießen.
In Streitberg lockte uns der nächste schöne Biergarten
und nach Kaffee und Kuchen beschlossen wir den einfacheren
Weg nach Forchheim zu wählen. Auf der Strecke des Wiesenttalradweges
spulten wir die letzten Kilometer im Tal ab, passierten den
Walberla und erreichten abends um 18 Uhr den Bahnhof. Und
wieder hatten wir das Glück, nicht lange auf den Zug
warten zu müssen.
Falls jemand die Tour nachfahren möchte,
die GPS Daten und Bilder sind auf der Homepage der Sektion
unter der Rubrik Mountainbikegruppe zu finden.
|