
Donnerstag abend machten sich 6 AV-Mitglieder
auf den Weg nach Innsbruck, um den Alpenhauptkamm bis Meran
mit dem Bike zu überqueren. Es waren dabei: Richard Fraunholz,
Monika und Thomas Kühnelt, Mathias Öppling, Peter
Puff und ich.
Nach der ersten Nacht in Privatzimmern in Völs starteten
wir bei herrlichstem Bergwetter um 8 Uhr unsere Tour. Erster
Zielort war auf 1600 m die Mutterer Alm. Von da ging es weiter
auf einem wunderschönen, welligen Weg, mit herrlichem
Blick über Innsbruck, Karwendel und dem Inntal vorbei
an der Raitiser Alm (hier schippte der Hüttenwirt vor
ein paar Tagen noch Schnee) zur Kreither Alm, ab hier nur
noch abwärts bis Telfes im Stubai.
In Richtung Mieders bewältigten wir dann noch die zweite
Auffahrt auf gut fahrbarem Schotter bis zum Kloster Maria
Waldrast, wo wir uns nach letztlich 2000 HM eine Kaffeepause
bei tollem Panorama leisteten. Anschließend folgte eine
rasante Abfahrt bis Matrei, wo wir gleich im ersten Gasthaus
Unterkunft fanden.
Der zweite Tag führte uns wieder bei herrlichstem Wetter
an der Bahn entlang nach Steinach, von hier auf der Ostseite
des Brennertales hinauf und am Hang entlang nach Vinanders.
Ab hier folgten wir wieder einem zuerst gut fahrbaren, dann
immer steileren Schotterweg über die Sattelalm hinauf,
bis kurz unterhalb des Sattelberges. Ab hier fuhren wir dann
das Highlight der Tour, den Brenner Grenzkammweg. Immer an
der Grenze zu Südtirol, zieht sich der Höhenweg
etliche Kilometer leicht fahrbar an blühenden Wiesen
entlang, von grandiosen Ausblicken begleitet. Ein Traum! Viel
zu schnell mussten wir wieder ins Tal und in Gossensaß
bekamen wir dann auch endlich ein verspätetes Mittagessen!
Am späten Nachmittag folgte dann noch die letzte Etappe
mit 500 HM bergauf, oberhalb des Ridnauntal zum Talschluß
zur Ortschaft Ridnaun auf 1340 m. Zuerst auf heißem
Teerweg, der dann in Schotter und später in einen anspruchsvollen
Trail mündete.
Glücklicherweise bekamen wir nach anfänglicher Zitterpartie
doch noch Zimmer mit einer wunderbaren Brotzeit. Nach einem
anspruchsvollen Tag mit wieder mehr als 2000 HM und reiner
Fahrzeit von sieben Stunden schliefen wir besonders gut!
Am dritten Tag ging´s gleich richtig zur Sache. 1300
Höhenmeter am Stück hinauf zur Schneebergscharte,
davon 600 HM mit Schieben und Tragen, als Zuckerl wieder herrlichstes
Wetter und Panorama! In der Scharte auf 2726 m war es ungewöhnlich
warm.
Nach ein paar schwierigen Metern zu Fuß bergab folgte
ein super Trail bis zur Schneeberghütte, wo sich alle
auf ein deftiges Essen stürzten! Denn ab der Scharte
ging es bis Meran nur noch bergab und das schafft man auch
mit vollem Bauch! Insgesamt fuhren wir an diesem Tag 2400
HM am Stück bergab, teilweise auf genüsslichen Trails,
dann ein Stück auf der Timmelsjochstraße und dann
noch 20 km auf dem Paseierradweg bis zum Bahnhof Meran.
Dort holte uns ein Shuttleservice ab und brachte uns bequem
zurück nach Völs und zu unseren Autos.
Wir hatten wirklich großes Glück mit der Tour,
schon allein des Wetters wegen, es gab auch keine Stürze
oder Pannen und wir hielten freundschaftlich zusammen.
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